Phitsanulok und Sukhothai

Von , 22. März 2008 19:00

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Phitsanulok, 25. Februar bis 01. März

Nach einer Nacht im Buddy Lodge Hotel ging es also per Inlandsflug weiter zum Konferenzort, Phitsanulok. Diese Flüge werden jedoch nicht vom internationalen Großflughafen , sondern vom alten Flughafen Don Mueang, durchgeführt, dessen internationales Terminal ich 2005 schon kennenlernen durfte, als ich von Sydney nach Frankfurt geflogen bin.

Der Flug nach Phitsanulok verlief relativ unspektakulär und vom dortigen Flughafen kann man eigentlich auch nix erzählen, da dieser geradezu winzig ist (im Gegensatz zu Airlie Beach gab es hier aber ein Gepäckförderband ;)). Im Amarin Lagoon Hotel angekommen beziehe ich erst einmal mein Zimmer, probiere den Pool aus und mache mich dann auf der Suche nach etwas Essbarem auf zum nahegelegenen Einkaufszentrum. Dort bestelle ich eine Tom Yum Goong Suppe (thailändische Spezialität, von der man die Hälfte der Zutaten nicht isst, sondern nur ablutscht) und „Green Chicken Curry“ – man will ja alle örtlichen Köstlichkeiten mal ausprobiert haben. Im Endeffekt ende ich wieder mit einem rot angelaufenen Gesicht, da auch diese Gerichte sich als überaus scharf entpuppen bzw. das Chicken Curry vom Vorabend noch mal locker in Puncto Schärfe toppen. Insgesamt ähnelt die thailändische Küche schon der chinesischen – zumindest sehe ich europäischer Laie das so – es wird allerdings sehr sehr viel mit Kokosmilch gekocht und alles ist (wie man vielleicht schon aus den bisherigen Zeilen herauslesen konnte) eine ganze Ecke schärfer.

Da immer noch kein Jetlag zu spüren ist, gehe ich relativ früh ins Bett, man will ja die Eröffnungszeremonie der Konferenz nicht verpassen. Das Konferenz-Begrüssungsdinner findet an der Naresuan University statt und bietet das „komplette“ Programm thailändischer Küche & Kultur an – erst einmal ein fantastisches Buffet und zum anderen verschiedene thailändische Tanzgruppen. Da es zeitweise regnet wird das gesamte Programm zweimal von Drinnen nach Draußen bzw. umgekehrt verlegt, was dem lustigen Abend jedoch auch keinen Abbruch tut. Im Konferenzpaket war auch eine Thai-Massage im Hotel enthalten – gefiel mir ganz gut, war allerdings wirklich ganz anders als eine europäische bzw. schwedische Massage.

Was man in Phitsanulok machen sollte: Am zweiten Abend war ich auf den Nachtmarkt in Phitsanulok welcher relativ unspektakulär ist – abgesehen von den „Flying Vegetables“ an einem Ende des Marktes; hier wird seltsames Gemüse mit viel Sojasauce ertränkt und dann vom Koch zu seinem Gehilfen geschmissen. Sieht zwar nicht sehr lecker aus, unterhält die vielen Touristen jedoch ganz gewaltig; ich habe jedoch niemanden gesehen, der das Zeug dann auch tatsächlich gegessen hat, hehe. Im Gegensatz zu Bangkok ist das Straßenbild in Phitsanulok übrigens nicht von Tuk Tuks geprägt, sondern von Rikshas, auf welchen sich auch die meisten Touris durch die Gegend kutschieren lassen. Ansonsten kann man auch auf diesem Markt garantiert nicht-originale T-Shirts kaufen und es gibt einige Restaurants. Da ich aus meinen bisherigen Ergebnissen nicht schlau geworden bin, ordere ich mal wieder Chicken Curry, weiß diesmal jedoch, was auf mich zukommt, außerdem schmeckt das Zeug trotz Schärfe einfach viel zu gut. Am Nachbartisch sehe ich das erste von vielen Pärchen, wie ich sie v. a. in Bangkok noch zuhauf sehen werde: Er: Europäer, häufig Deutscher, mindestens 40 Jahre alt, meistens Mitte 50; Sie: Thai, maximal 25 Jahre. Während „Er“ ihr seine Lebensgeschichte erzählt und was nicht alles furchtbares schon passiert ist, ist ihr Anteil an der Konversation ein „I don’t care.“ von Zeit zu Zeit – anscheinend sehr verständnisvoll, diese thailändischen Frauen.

Am letzten Tag stehen keine interessanten Vorträge an, weshalb ich einen Ausflug zum Sukhothai Historical Park mache. Hier gibt es Dutzende alter und mittlerweile relativ verfallener Tempelanlagen und Buddhastatuen zu bestaunen. Insgesamt sehr beeindruckend und ich habe eine ganze Reihe sehr schöner Fotos gemacht. Mein Reiseführer hält eigentlich im Hotel die Türen auf und ist des englischen nicht unbedingt mächtig, aber man verständigt sich schon so, dass er mich in Sukhothai zu allen wichtigen „Wats“ (d. h. Tempeln und Buddhastatuen) fährt. Und nach meinem Rückflug nach Bangkok habe ich mich dort noch einmal in den Trubel gestürzt, wie HIER nachzulesen ist.

Phitsanulok:

Sukhothai:

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